28.09.15, 15:27:40

Antiziganismus in der Mitte der Gesellschaft - Teil III - GDVP-41


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Datum der Erstsendung: 14.09.2015

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In der heutigen Sendung von Gegen das Vergessen befasse ich mich noch einmal mit dem Thema Antizi-ganismus in unserer Gesellschaft. Antiziganismus ist die feindliche Einstellung gegenüber den Sinti und Roma. Der Anlaß für diese Sendereihe war ein Vorfall bei den Aufstiegsfeierlichkeiten des SV 98 am 25. Mai auf dem Karolinenplatz in Darmstadt. Fans und Spieler des SV 98 skandierten mehrfach "Schuster, du Zigeuner". Meiner Meinung nach war das keine "Lappalie", sondern ein Beispiel für Antiziganismus in der Mitte unserer Gesellschaft.

Ich setze die Wiedergabe eines Interview mit dem Fanprojekt des Internationalen Bundes Darmstadt fort, des IB. Hintergrund dieses Gesprächs mit Johannes Musch und Lorena Haak vom IB ist der Rechtsextre-mismus im deutschen Fußball.

Der zeigt sich vor allem in Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus auf dem Spielfeld, im Stadion und außerhalb des Stadions. Der Fußball als Spiegelbild dieser Gesellschaft ist aus verschiedenen Gründen besonders geeignet für rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensformen. Er ist z.B. männerdominiert, er betont Aggression und Durchsetzung, basiert auf Wir-Sie-Gegensätzen, Feindbildern, Gegnerschaft und hierarchischen Strukturen.

Auf der anderen Seite zieht er Menschen an, weil er auch auf Kameradschaft, Mannschaftsgeist und Zusammenhalt beruht. Anhänger der Fußballclubs identifizieren sich mit ihrem Verein und finden im Vereinsleben eine sportliche, emotionale, persönliche und soziale Heimat.

Rechtsextremisten haben erkannt, daß sie Fußballanhänger und Fußballvereine für ihre politischen Zwecke mißbrauchen können. Rechtsextreme wissen genau, wie sie in den Vereinen sowie innerhalb und au-ßerhalb der Stadien den Fußball für ihre Ziele einsetzen können

In dieser Sendung spiele ich ausschließlich GEMA-freie Titel. Heute hören Sie von der CD Filicordes der Gruppe Eracilon die Titel Désaccords, Sur le fil und Traces.

gegendasvergessenlebensarbeit
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