28.09.15, 12:41:08

Antiziganismus in der Mitte der Gesellschaft - Folge II - GDVP-40


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Datum der Erstsendung: 09.09.2015

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In der heutigen Sendung von Gegen das Vergessen geht es wiederum um zwei Themen:

Thema 1: Antiziganismus in der Mitte der Gesellschaft

Der Völkermord an den Roma und die vorangegangene jahrhundertelange leidvolle Geschichte ihrer Diskriminierung ist im allgemeinen Bewusstsein wenig präsent. Und bis heute ist Antiziganismus in unserer Gesellschaft verbreitet. Er nimmt - wie Studien belegen - sogar zu. Auch ein Vorfall bei den Aufstiegsfeierlichkeiten des SV 98 am 25. Mai auf dem Karolinenplatz in Darmstadt zeigte dies: Fans und Spieler des SV 98 skandierten mehrfach "Schuster, du Zigeuner". Unserer Meinung nach ist das keine "Lappalie".
Wir haben diesen Vorfall zum Anlass genommen, um dem Problem des Antiziganismus in unserer Gesellschaft und dem Umgang damit nachzugehen.

In der vorangegangenen Sendung kamen

- Rinaldo Strauß, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen

- Dr. Engbring-Romang, Historiker und Politikwissenschaftler, Dozent in der Erwachsenenbildung

und

- Oberbürgermeister Jochen Partsch

mit Beiträgen bzw. Stellungnahmen zu Wort. Außerdem schilderte Björn Böhmelmann Vorgänge bei SV 98-Spielen aus der Sicht von Fans.

Heute werden wir weitere Aspekte des Themas darstellen. Unter anderen hören Sie heute ein Interview mit dem Fanprojekt des Internationalen Bundes Darmstadt, des IB.

Thema 2: Rechtsextremismus im deutschen Fußball

Die nach wie vor starken rechtsextremen Tendenzen zeigen sich vor allem in Form von Fremdenfeind-lichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus. Der Fußball als Spiegelbild dieser Gesellschaft ist aus verschiedenen Gründen besonders geeignet für rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensformen. Er ist z.B. männerdominiert, er betont Aggression und Durchsetzung, basiert auf Wir-Sie-Gegensätzen, Feindbildern, Gegnerschaft und hierarchischen Strukturen.

Auf der anderen Seite zieht er Menschen an, weil er auch auf Kameradschaft, Mannschaftsgeist und Zusammenhalt beruht. Anhänger der Fußballclubs identifizieren sich mit ihrem Verein und finden im Vereinsleben eine sportliche, emotionale, persönliche und soziale Heimat.

Rechtsextremisten haben erkannt, daß sie Fußballanhänger und Fußballvereine für ihre politischen Zwecke mißbrauchen können. Rechtsextreme wissen genau, wie sie in den Vereinen sowie innerhalb und außerhalb der Stadien den Fußball für ihre Ziele einsetzen können

Auch diesen Aspekt wollen wir in der heutigen Sendung beleuchten.


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