29.08.15, 23:36:57

Antiziganismus in der Mitte der Gesellschaft - Folge I - GDVP-39


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Datum der Erstausstrahlung: 24.08.2015

In der heutigen Sendung von Gegen das Vergessen geht es um zwei Themen:

Thema 1: Antiziganismus in der Mitte der Gesellschaft

Nach Schätzungen fielen im nationalsozialistisch besetzten Europa 500.000 Sinti und Roma dem Holocaust zum Opfer. Allein in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden im sogenannten "Zigeunerlager" des KZs Auschwitz 2.898 Roma ermordet. Der zweite August soll deshalb europaweit zum Gedenktag für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma werden.
Der Völkermord an den Roma und die vorangegangene jahrhundertelange leidvolle Geschichte ihrer Diskriminierung ist im allgemeinen Bewusstsein wenig präsent. Und bis heute ist Antiziganismus in unserer Gesellschaft verbreitet und nimmt - wie Studien belegen - sogar zu. Auch ein Vorfall bei den Aufstiegsfeierlichkeiten des SV 98 am 25. Mai auf dem Karolinenplatz in Darmstadt zeigt dies: Fans und Spieler des SV 98 skandierten mehrfach "Schuster, du Zigeuner". Unserer Meinung nach ist das keine "Lappalie".
Wir haben diesen Vorfall zum Anlass genommen, um dem Problem des Antiziganismus in unserer Gesellschaft und dem Umgang damit nachzugehen. Zu Wort kommen in unserer Sendung:

- Rinaldo Strauß, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesver-band Hessen

- Dr. Engbring-Romang, Historiker und Politikwissenschaftler, Dozent in der Erwachsenenbildung

- Oberbürgermeister Jochen Partsch

Thema 2: Rechtsextremismus im deutschen Fußball

Die nach wie vor starken rechtsextremen Tendenzen zeigen sich vor allem in Form von Fremdenfeind-lichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus. Der Fußball als Spiegelbild dieser Gesellschaft ist aus verschiedenen Gründen besonders geeignet für rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensformen. Er ist z.B. männerdominiert, er betont Aggression und Durchsetzung, basiert auf Wir-Sie-Gegensätzen, Feindbildern, Gegnerschaft und hierarchischen Strukturen.

Auf der anderen Seite zieht er Menschen an, weil er auch auf Kameradschaft, Mannschaftsgeist und Zusammenhalt beruht. Anhänger der Fußballclubs identifizieren sich mit ihrem Verein und finden im Vereinsleben eine sportliche, emotionale, persönliche und soziale Heimat.

Rechtsextremisten haben erkannt, daß sie Fußballanhänger und Fußballvereine für ihre politischen Zwecke mißbrauchen können. Rechtsextreme wissen genau, wie sie in den Vereinen sowie innerhalb und außerhalb der Stadien den Fußball für ihre Ziele einsetzen können

Auch diesen Aspekt wollen wir in der heutigen Sendung beleuchten.

Dies ist eine Sendung von Björn Böhmelmann, Renate Heß, Günter Mergel und Helmuth Müller.

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